Das soll keine Huldigung oder Danksagung an die Fantastischen Vier werden, obwohl ich diese außerordentlich schätze, nein, es geht viel mehr darum wie wir unser Potential nutzen, oder eben auch nicht.
Wofür „wtf“ steht muss ich wohl nicht erörtern, aber viel spannender ist, was sich hinter dem Begriff RAS verbirgt – und nein, es ist nicht die Republik Südafrika, denn die wäre RSA und es verbirgt sich auch keine terroristische Vereinigung dahinter…
Jedoch bevor ich das „Geheimnis“ von RAS lüfte, möchte ich noch ein wenig ausholen und etwas beleuchten, was möglicherweise nicht nur mich beschäftigt, sondern – so glaube ich – auch jene, die meinen Blog lesen.

Von Klein auf werden wir mit „interessanten“ Verhaltensregeln konfrontiert und „zurechterzogen“, bis wir die Konformitäten der „Norm“ der Gesellschaft erfüllen. Die einen von uns mehr, die anderen weniger. Aber wer kennt nicht die mahnenden Worte von Eltern, Verwandten, Kindergärtnerinnen, LehrerInnen – zu meiner Zeit auch noch generell von Erwachsenen (da ja faktisch alle wussten, wie Kinder sich zu verhalten hätten) – die uns nicht nur in unserem Tun einschränkten?
Das was uns geprägt hat und uns zu einem Gutteil so werden ließ, dass wir im Außen/es Anderen recht machen wollen, ist jener Umstand mit dem wir heute als erwachsene Menschen so unsere liebe Not haben. Weil es uns zum Teil hemmt, weil wir uns dadurch – bewusst oder unbewusst – in das (v.a. westliche) Denken, des Konsumieren und des „Habenmüssens“ eingefunden haben und unser Leben oft so gestalten, dass wir immer mehr arbeiten, um uns immer mehr Dinge leisten zu können, von denen wir glauben, dass wir sie benötigen.
Wobei genau dieses „Habenmüssen“ uns in eine Form der Unfreiheit führt, weil all das bezahlt und somit verdient werden muss, was eben dazu führt, dass leider viele Menschen eine Arbeit verrichten, die ihnen nicht die Freude bereitet und den Sinn stiftet, weil sie sie tun, um Geld zu verdienen und nicht der Sache wegen, die sie gerne machen.
Kann man diesen Kreis durchbrechen? Gibt es einen Möglichkeit unser Leben anders zu gestalten?
Oft ertappen wir uns ja dabei, wie wir anderen, die uns im Leben begegnen, ihnen quasi unterstellen, dass deren Leben ja viel einfacher ist als unseres. Das sie sich nicht anstrengen müssen, um das oder sogar noch viel mehr zu haben als wir. Ja, dass selbst Immaterielles diesen besagten Menschen förmlich zufliegt. Wir dann denken, dass diese immer Glück haben, „auf die Butterseite fallen“, sich in keiner Weise mühen müssen und das Leben zu uns einfach nicht fair ist.
Das stimmt sogar – teilweise.
Auch wenn das nun esoterisch klingen mag, aber das Leben auf das wir zurückblicken ist einzig und alleine unserem Handeln geschuldet. Alles was wir sind, was wir „erreicht“ haben, oder auch nicht, ist nur darauf zurückzuführen, wie wir uns im Leben entschieden haben. Ob es bewusste oder unbewusste (vieles lässt man ja gerne laufen und schwups ist die Möglichkeit dahin, oder wir können dies oder jenes so nicht mehr umsetzen) Entscheidungen waren, die wir getroffen oder auch nicht getroffen haben. Jeder von uns hat sein Leben selbst gestaltet, mit allen Höhen und Tiefen, es sind nicht die „Anderen“ die an etwas, das uns widerfahren ist „schuld“ sind. Es waren einzig und alleine wir selbst, die das aus unserem Leben gemacht haben, was es jetzt ist.
Diese Erkenntnis mag vielleicht schmerzhaft sein, aber wenn es uns gelingt, genau das anzunehmen und zu akzeptieren, dann kann das was vor uns liegt und von uns noch gestaltet werden kann, ganz anders laufen!
Als nächsten Schritt, nach der Erkenntnis, ist es nun wichtig zu verstehen, wie wir unser Leben so ausrichten können, dass die Dinge auch zu uns finden, die wir wollen. Und da kommt das RAS ins Spiel.
Das RETIKULÄRE AKTIVIERUNGSSYSTEM.
Das RAS sind faktisch Bündel von Nervenfasern, die im Hirnstamm angesiedelt sind und sich in Form eines Netzwerks von Neuronen und Nervenfasern durch eben diesen ziehen. Die Wissenschaft entdeckte erstmals die Existenz des RAS im Jahre 1949, als H.W. Magoun und Giuseppe Moruzzi an der Uni in Pisa sich mit der Rolle der Neuronen für das Schlaf/Wach-Verhalten befassten.
Schließlich entdeckte man, dass das RAS sozusagen der „gatekeeper“ ist, durch den alle Informationen ins Gehirn gelangen. Das RAS filtert diese Informationen, definiert den Grad der Erregung, den sie auslösen und entscheidet auch welche Informationen überhaupt keinen Zugang zu unserem Gehirn finden. Unser Gehirn verarbeitet über 400 Millionen Bits an Informationen in der Sekunde, jedoch lediglich 2.000 Bits kommen in unser Bewusstsein. Das ist nicht mal 0,001 Prozent der Informationen. Warum das so ist, ist ganz simpel, weil uns mehr einfach vollkommen überfordern würde.
Dieser Filter zwischen dem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein, das RAS erhält die „Aufträge“ von dem Bewusstsein und leitet sie weiter an das Unterbewusstsein. Dann bekommt der Körper Anweisungen durch das Gehirn bestimmte Handlungen zu tätigen, die dem Bild, welches durch das RAS vorgegeben wird, entsprechen.
Wann immer das RAS eine Übereinstimmung findet, macht es das Bewusstsein darauf aufmerksam. Und BINGO, genau darum geht es, diesen Filter so zu „setzen“ damit die Dinge zu uns (in unser Bewusstsein) kommen, die wir wollen! Ich glaube, Sie haben schon gemerkt, worauf ich hinaus will. Die, die vermeintlich immer nur Glück haben, wissen um das RAS und wie es funktioniert.
Im nächsten Beitrag erkläre ich, wie wir das RAS „programmieren“ können und zu unserem Vorteil nutzen können.
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